Für die Erdbeertorte habe ich länger gebraucht, da es nie so geklappt hatte, wie ich gerne wollte. Jedoch, als schönes Happy-End ist doch alles gut gegangen und ich habe sehr viel positives gehört, da hat mein Herz gelacht 🙂

Die Torte habe ich in einer 20er Form gebacken, durch die Füllung wurde sie sehr hoch, man kann die Böden 1x durchschneiden, dann hat man insgesamt 4, oder man nimmt nur die Häfte des Teiges, das hätte wahrscheinlich auch gereicht.

Ich muß an dieser Stelle anmerken, dass ich mich zuerst an dem Rezept der „La Veganista“ Biskuitteig, bedient habe, jedoch, nach 2x backen und einem Ergebnis das eher Gummi glich und ich langsam echt genervt war, mir des anderen Rezepts der Schokotorte bedient habe. Denn dieser ist sehr fluffig und keinesfalls von der Konsistenz wie ein Gummiball.

Der Boden:

Zutaten:

  • 70 g Weizenvollkornmehl
  • 90 g Dinkelmehl 630
  • 50 g Rohrohrzucker (extra fein gemahlen)
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • Mohnback (Fertigmischung)

Alle Zutaten in eine Schüssel sieben und vollständig vermischen.

  • 60 ml Rapsöl
  • 120 ml Agavendicksaft
  • 210 ml Sojamilch
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Obstessig

In einer 2. Schüssel alle Zutaten vermischen und unter die Trockenen mischen, am Besten mit der Küchenmaschine oder dem Mixer. Den Teig 1x komplett auswiegen und zu 1/3 die gesamte Tüte Mohnback untermischen. Nun hast du 2 Teige, die getrennt jeweils gebacken werden.

Den Teig in die Form füllen und kurz klopfen, damit die Luftblasen nach oben steigen können. Ca. 18-23 Minuten backen, nach 18 Minuten aber schon einmal die Stäbchenprobe machen. Bei mir waren es 23 Minuten, es klebten nur kleine Krümel am Stäbchen aber der Teig war saftig.

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Heller Biskuitboden..

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..und der Mohnboden

Als kleinen Clou habe ich 2 Tafeln weiße Schokolade mit Erdbeeren geschmolzen und jeweils auf in Innenteil des Bodens verteilt.

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Und die Böden dann für ca. 10 Minuten in den Tiefkühler gelegt, damit die Schokolade schön fest wird.

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Da es eine Erdbeertorte sein sollte, habe ich, weil meine früheren Ergebnisse nicht so toll waren, mir noch eine kleine extra tolle Sache überlegt, „Schokolierte frische Erdbeeren“, jaaaaaa 🙂

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Tataaaa, Marktfrisch und herrlich mit Zartbitterschokolade in der Morgenstunde überzogen.

Danach kam die Cashew-Cremé drauf:

  • 200 g Cashews über Nacht einweichen
  • 125 g Provamel „Backen und Streichen“ oder Alsan, Zimmertemperatur
  • 300 g TK Erdbeeren, aufgetaut
  • 4 EL Zucker
  • 1 Päckchen roten Tortenguß
  • 2 TL Agar-Agar
  • 3 EL Erdbeerlimes

Das Agar-Agar und der Tortenguß mit ca. 150- 200 ml Wasser quellen lassen, es sollte nicht zuviel Wasser sein.

Die Cashews mit dem Provamel, den Erdbeeren und dem Zucker fein pürieren. In einem Topf die Agar-Agar+ Tortenguß- Flüssigkeit zum kochen bringen und sofort zur Cashew-Masse hinzufügen und ordentlich unterrühren, damit sich die Komponenten gut miteinander verbinden und die Masse fest wird. Diese dann auf die Erdbeeren auf den Kuchen geben und glatt streichen. Nun den Mohnboden mit der Schokoladenglasur nach unten auf die Cremé geben und in den Kühlschrank stellen.

Das Ganze braucht nun etwa 3-4 Stunden, damit die Masse anziehen kann und fest wird.

Ich habe den Kuchen mit Buttercreme eingehüllt und ihm ein schönes Kostüm gegeben.

Für die Buttercreme:

  • 1 Dose Kichererbsen
  • 250 g Alsan
  • 200 g + 100 g Puderzucker
  • 2 TL Pfeilwurzelstärke

Die Kichererbsen abgießen, dabei das Wasser auffangen. Ich habe eine Swiss-Meringue- Buttercreme hergestellt, die normaler weise mit Eiweiß heiß über dem Wasserbad aufgeschlagen wird. Ich habe dazu ein tolles Video im Internet gefunden:

Ich habe allerdings nur eine Dose Kichererbsen und 100 g Puderzucker verwendet. Wie oben geschrieben, aber vom Sinn her ähnlich 🙂

Zu Beginn habe ich mir 1/4 der Buttercreme beiseite gestellt.

Um diesen schönen „Ombré-Farbverlauf“ zu erhalten, habe ich zuerst die fertige weiße Buttercreme in meinen Spritzbeutel gefüllt. Ich verwende übrigens die  Plastik-Beutel von Wilton und die Spritztülle. Ich habe oben am Rand der Torte begonnen, dabei saß meine Torte auf einem drehbaren Teller, den mein Mann drehen durfte 🙂
Der dicke Teil der Spritztülle zeigt nach unten, der schmale nach oben, ich habe versucht, etwas wellig aufzuspritzen, damit ich am Ende diese „Riffle“-Optik bekomme. Nach 3 Bahnen rund herum habe ich die Buttercreme wieder aus dem Beutel in die Rührschüssel gedrückt, Farbe dazu gegeben und das ganze kurz durchgemischt.

Danach ging es wieder ab in den Beutel und das ganze wieder ab der Stelle, wo ich geendet bin. Hier wieder 3-4 Umdrehungen und die Buttercreme erneut einfärben, dabei immer darauf achten, dass der Farbton auch wirklich optisch dunkler wird.

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Zum Schluss die 1/4 beiseite gestellte Buttercreme in einen neuen Beutel füllen und oben den Abschluss von außen nach innen spritzen. Fertig 🙂

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Anschließend muss die Torte unbedingt für mindestens 3-6h in den Kühlschrank gestellt werden, damit die Creme schön fest wird.

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