Die Idee, ein eigenes Café zu besitzen, brodelt schon seit ca. 3 Jahren in mir. Im letzten Jahr habe ich damit begonnen, einen Businessplan zu schreiben. Dabei habe ich mit der Gründungswerkstatt Hannover zusammen gearbeitet. Schön war dabei, dass ich mich regelmäßig mit meinem Tutor austauschen konnte, er mir wertvolle Tipps gegeben hat und mir kostenlose Erstgespräche mit der Steuerberaterin und  Rechtsanwältin vermittelt hatte.

Nachdem nun endlich der Plan fertig war und stolze 35 Seiten umfasste, brachte ich Blaubeemuffins mit zur Bank, um die Dame von meinem Können zu überzeugen.

Nach dem 1. Gespräch folgten noch etliche weitere, wir passten an, formulierten um, rechneten und brüteten stundenlang über den Zahlen.

Das Ende war nach 4 Monaten, als ich die 1. Absage erhalten hatte.

Glücklicherweise hatte ich eine tolle Ladenfläche gefunden, an der ich schon seit längerer Zeit dran war und die ich definitiv nicht mehr hergeben wollte. Die Ladenfläche befindet sich im Pelikanviertel in Hannover, in einem Neubauviertel. Zu meinem Glück verzögerte sich der Bau, sodass ich hier vorerst keine Angst haben mußte, diese an jemand anderes verlieren zu können. Wobei ich hier sagen muss, dass sich der Fortschritt und die Kommunikation wie Kaugummi zogen. Man sprach mir mündlich diese Fläche zu, wir machten zusammen mit einem Architekten der Firma Pläne, wie und wo Wände und Toiletten angebracht werden sollten. Eines Tages jedoch fand ich meine Ladenfläche im Internet, die Ansprechpartnerin hatte gewechselt. Als ich dort anrief, teilte man mir mit,dass es jetzt tatsächlich eine andere Ansprechpartnerin gäbe. Witziger Weise hatte keiner vor, mir das mitzuteilen, denn nur durch Zufall hatte ich es gesehen. Sämtliche Informationen die ich bisher gesammelt und immer schön dorthin geschickt hatte, sowie die Pläne vom Architekten waren verschwunden. Nun durfte ich Fragen beantworten, die eigentlich schon längst geklärt waren. Ein bisschen sauer war ich darüber dann schon und fragte mich, ob das normal sei.
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Als mir dann aber ein weiteres Mal die Ladenfläche zugesichert wurde, war ich vorerst beruhigt. Leider wurde mir in der nächsten Woche klar gemacht, es gäbe nun einen weiteren Interessenten und man wolle nun wissen, wie es bei mir mit der Bank und dem Kredit weiter ginge.

In der Zwischenzeit hatte ich eine weitere Bank aufgesucht, meinen Businessplan vorgelegt und ein Gespräch mit dem zuständigen Ansprechpartner. Unser Gespräch lief knapp 2h und ich hatte den Eindruck, dass es nun besser laufen würde. Natürlich wollte auch er eine Änderung der Zahlen hier und da, aber das war kein Problem und schnell gemacht.

Nachdem ich dann aber nichts mehr von ihm hörte, rief ich bei ihm an und wollte wissen, ob alles paßt oder ob noch etwas fehlte. Komischer Weise war er recht kurz angebunden und ich hatte das Gefühl, er wolle nicht so recht mit mir sprechen. Also rief ich ein paar Tage später noch einmal an und auch hier hatte er gerade „gar keine Zeit und sei im Zeitdruck“. Mh.. komisch. Jedoch wollte er sich noch an diesem Tag zurück melden. Hat er natürlich vergessen und ich rief erneut an. Dann teilte er mir mit, dass er mit seiner Kollegin über meinen über mein Vorhaben gesprochen hatte und sie leider gar nicht „amused“ war, weil ich einen Gastronomischen Betrieb eröffnen wollte. Dies hatte ich damals schon bei der Sparkasse gehört und war langsam genervt. Außerdem wollte er, dass ich die Zahlen aus dem 3. Jahr in mein 1. Jahr nehme, sodass das ganze „noch tragbarer“ aussah. Ich kam dann zu dem Schluss, dass ich diese Zahlen gar nicht erklären könne, nichts würde diesen Umsatz rechtfertigen und legte das Thema „Kfw-Kredit“ et acta.

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