„Irgendwie ist es ja ganz nett, wenn man auch mal die Klassiker backen kann“, das dachte ich mir letzte Woche und habe am Samstag begonnen, die Schwarzwälder-Kirsch zu backen, weil wir zu meiner Schwiegermutter gefahren sind und ich sie auch ganz gerne einmal beeindrucken wollte 🙂

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Schwarzwald „Hallo“


Step 1- Der Mürbeteig:

  • 250g Mehl
  • 125g Butter (zimmerwarm)
  • 60g Zucker
  • 1 Ei

Für den Mürbeteig alle Zutaten mit der Hand zu einer homogenen Masse verkneten. Dabei die Butter zerdrücken, um eine Verbindung zu den anderen Zutaten herzustellen. Den Teig dann mit Mehl ausrollen (er sollte schön dünn sein, darf aber nicht reißen) und in eine 26er Form legen. Nun den Backofen auf ca. 180°C bei Ober- und Unterhitze stellen.

Den Teig mit einer Gabel häufiger einstechen und für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. .Er sollte sich fest anfühlen und darf nicht kleben. Nach der Zeit herausholen, ein Backpapier hineinlegen und 1 Tüte getrocknete Erbsen darauf verteilen

≈ Blind Backen.

Der Teig wird auf der mittleren Schiene 10 min. gebacken, die Form heraus nehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und weitere 10 min. backen. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Step 2- Der Biskuitboden:

  • 5 Eier
  • 120g feinster Zucker
  • 120g Mehl (Typ 405, oder auch Dinkelmehl)
  • 30g Stärkemehl
  • 20g Kakaopulver
  • 2 Msp. Backpulver

Die Eier mit der Küchenmaschine und dem Zucker (diesen mahle ich noch einmal feiner) min. 10 min. aufschlagen, bis die Masse wie geschlagenes Eiweiß aussieht.

Die anderen Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und alles durchsieben. Dann und nun kommt der wichtige Teil: Die trockenen Zutaten VORSICHTIG!!!!!!! unterheben. Ich verwende dazu immer einen Schneebesen, da ich die Zutaten dann immer locker durchmischen kann, ohne dass das Volumen der aufgeschlagenen Eier nachgibt. Es ist dabei essenziell, dass der Teig fluffig ist, sonst wird er nicht so aufgehen, wie wir ihn brauchen.

Nun die 26er Springform nehmen, ein Backpapier einlegen und bitte den Rand nicht einfetten. Dadurch backt der Teig zwar fest, aber er zieht sich nicht zusammen und hat später den gleichen Durchmesser wie der Mürbeteig. Das habt ihr sicher schon häufiger beobachtet, wenn sich der Teig in der Form beim backen „zusammen zieht“. Das wollen wir nicht 🙂

Den Biskuitboden bei ca. 170-180°C bei Ober- und Unterhitze 23 min. backen. Dabei könnt ihr ein Holzstäbchen nach Ablauf der Zeit in den Boden stecken, bleibt noch Teig daran kleben, nochmal weitere 2 min. weiter backen. Ich nähere mich gerne so heran, dann weiß ich, dass es am Ende passt- denn nicht jeder Herd ist gleich.

Wenn der Buskiutboden fertig ist, 10 min. abkühlen lassen und dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Step 3- Die Füllung:

  • 1 Glas Kirschen
  • 1 kleine Flasche Kirschwasser
  • 3x 200g Sahne (vorher ins Eisfach legen)
  • etwas Zimt
  • 1EL Stärkepulver
  • 4 Blätter Gelatine
  • Kirschmarmelade oder Aprikose oder Marillenmarmelade
  • Zucker

Die Kirschen:

Die Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Einen Topf nehmen und einen Teil des aufgefangenen Kirschwassers erwärmen, 1 Msp. Zimt hinzugeben und ca. 3 EL Kirschwasser %. Etwas Stärke mit mit ca. 4 EL Kirschwasser verrühren (wie beim Pudding) und in den Topf geben, danach die Kirschen hinzufügen und eindicken lassen- Zur Seite Stellen.

Der Boden:

Den abgekühlten Mürbeteig auf eine Platte setzten und mit etwas Marmelade bestreichen. Den Biskiutboden in der Mitte Waagerecht aufschneiden und den unteren Teil auf den Mürbeteig legen- festdrücken und einen Tortenring drum herum legen. Nun die Kirschen darauf verteilen, aber zum Rand hin ca. 1cm Platz lassen, da sich durch das spätere Gewicht die Kirschen noch weiter verteilen werden und sonst heraus matschen würden. Den 2. Teil des Bodens beiseite legen.

Die Sahne:

Jetzt schlagen wir 600g Sahne (3 Becher) mit 1EL Zucker steif. Es ist wichtig, dass die Sahne vorher min. 30 Minuten im Eisfach war, so läßt sie sich richtig gut aufschlagen und wird fester. Die Gelatine in eiskaltem Wasser auflösen, ausdrücken und in einem Topf mit 3 EL Kirschwasser % leicht erwärmen. Dabei mußt du darauf achten, dass sie nicht kocht, denn dann ist sie kaputt und bindet nicht mehr. Gerne kannst du mit dem Finger in der Gelatine fühlen, ob es zu heiß wird, dann abschalten und zur Seite stellen. Nun etwa 2 EL geschlagene Sahne untermischen, dabei ist es nicht schlimm, dass die Sahne ihr Volumen verliert. Wichtig ist nun, dass sich die Gelatinemasse gut abgekühlt hat, sie darf nicht mehr heiß oder warm sein. Als nächstes die Gelatine zur aufgeschlagenen Sahne geben und unterheben, sodass sich alles gut vermischt.

Einen Teil der Sahne nun auf dem 1. Biskiutboden verteilen (die Hälfte), die 2. Hälfte des Bodens darauf legen und den Rest der Sahne darauf verteilen. Wichtig ist, dass es oben ganz glatt ist, eine Teigkarte oder eine Palette ist dafür gut geeignet. Jetzt den Kuchen für min. 4h in den Kühlschrank stellen.

Step 4- Die Garnierung:

  • 400g Sahne (wieder Eiskalt)
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2 EL Zucker (oder mehr, wie ihr mögt)
  • Garnierkirschen
  • Kuvertüre

Ist die Sahne schön angezogen, den Tortenring entfernen. Nun die 400g Sahne mit etwas Zucker steif schlagen, am Ende die 2 Päckchen Sahnesteif hinzufügen. Nun einen Teil der Sahne mit der Palette am Rand großzügig auftragen und mit der Teigkarte glatt ziehen. Das funktioniert wunderbar und du hast später keine Macken oder Dellen außen dran. Falls die Sahne oben nicht ganz eben ist, kannst du nun mit der aufgeschlagenen etwas ausgleichen. Den Rest der Sahne in eine Spritztüte mit Sternentülle füllen. Falls vorhanden, mit einem Torteneinteiler die Stücke abteilen, dann eine „Rosette“ auf jedes Stück dressieren und eine Belegkirsche darauf setzten. Die Kuvertüre (ich habe Zartbitter verwendet) mit einem Messer kleine Locken abschaben und in der Mitte der Torte verteilen- Fertig!!

Hurra, endlich können wir naschen 🙂

Ich wünsche Euch gutes Gelingen und viel Spaß beim nach backen!!

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